BILDUNG

Unser Hauptaugenmerk in diesen Bildungsangeboten liegt auf einer Stärkung individueller Handlungssicherheit;
Aktualität und Wissenschaftlichkeit bestimmen unsere Veranstaltungen ebenso wie eine praxisorientierte und interaktive Vermittlung.

Wir bieten individuell zugeschnittene Fort- und Weiterbildungsformate u.a. zu den Themen:

  • Umgang mit rechtsextrem affin und rechtsextremen Menschen,
  • Alltagsrassismus und rechtsextreme Einstellungsmuster,
  • Ein- und Ausstiegsprozesse an.

Ganz aktuell bieten wir ein begleitendes Fortbildungsangebot für Lehrkräfte zur Biografie „Neonazi“ von Timo F. sowie
kooperative, individuelle Formate für den Einsatz in Schulklassen.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf – wir stellen Ihnen eine bedarfsgerechte Fort- und/oder Weiterbildung zusammen.
In einer Angebotsübersicht haben wir alle wichtigen Informationen zusammengefasst.
Gern führen wir in Ihrer Institution/Einrichtung/Firma eine Inhouse-Schulung durch – sprechen Sie uns an!

Für die Teilnahme an unseren Veranstaltungen entstehen Ihnen keine Kosten.

BERATUNG

JUMP berät Einzelpersonen und Teams (Fachkräfte, Eltern, Mitarbeitende von Behörden…), die in Lebens- und/oder Arbeitszusammenhängen
mit rechtsextrem affinen und/oder rechtsextrem eingestellten Menschen konfrontiert sind, Unterstützung benötigen und ihre Sicherheit im Umgang erhöhen
sowie ihre Handlungsspielräume erweitern wollen.
Was wir leisten:

  • Unterstützung bei der Erarbeitung von Strategien zum Umgang mit konkreten Situationen
  • Vorbereitung auf Gesprächssituationen und –strategien
  • Entwicklung von Ansätzen, um Irritationsmomente (Momente des Zweifels an Szenezugehörigkeit und Ideologie)
    bei betreffender Person zu schaffen bzw. zu nutzen

Wir garantieren Vertraulichkeit in unseren Beratungen und bieten diese kostenfrei an.

… IM KONTEXT VON EINSTIEGSPRÄVENTION

Im gemeinsamen Interesse bezüglich der Verhinderung von Einstiegen in rechtsextreme Zusammenhänge (reale oder virtuelle Gruppen, rechtsextremen Deutungsmusten etc.) gehen wir in unseren Bildungsangeboten sowohl auf Einstiegsprozesse generell (anhand von Einstiegen, wie sie Ausstiegswillige vor unserer Betreuung erlebt haben) als auch auf Handlungsoptionen im Umgang mit diesen ein.

Wenn (junge) Menschen sich rechtsextremen Zusammenhängen annähern, gilt es, einen solchen Einstieg zu verhindern.
Im Rahmen unserer Beratung entwickeln wir gern gemeinsame Strategien.

Konkret bieten wir im Feld der Einstiegsprävention unsere aufsuchende Unterstützung – für Sie und die betreffende Person.

BEISPIELBERATUNGSSETTING

Eine Mitarbeiterin von einem freien Träger der Jugendhilfe wendet sich per Mail an JUMP. Hintergrund: Sie steht im Kontakt mit einem rechtsextrem orientierten Klienten. Allmählich verzweifelt sie an dessen Äußerungen (Provokationen, z.T. rassistische Beleidigungen gegen andere Klient*innen mit/und ohne Migrationshintergrund) und Verhaltensauffälligkeiten (Tragen einschlägiger Marken und zeigen strafbarer Symbolik).
Sie fragt (erst: sich, dann JUMP), was sie tun kann, um die Handlungssicherheit in dieser außergewöhnlich belastenden Situation zurückzuerlangen.
Sie beschreibt den Beratenden die Situation ausführlich. Dabei geht sie auch darauf ein, welche Versuche sie bereits unternommen hat (Thematisierung in der Gruppe wie auch im Einzelgespräch, Aufzeigen von strafrechtlichen Konsequenzen, Ausschlussandeutungen).
Erst einmal klären die Beratenden mit ihr das Ziel ihrer Bemühungen. Dabei stellt sich heraus: dieses geht über die unmittelbare Wiedererlangung der Handlungsfähigkeit hinaus. Sie möchte mittelfristig, dass der Klient sein Verhalten ändert.
Gern würde sie erfahren, welcher Gruppierung der junge Mann sich zugehörig fühlt. JUMP kann die dahingehende Recherche übernehmen.
Gemeinsam mit den Beratenden von JUMP erarbeitet sie Strategien, um auf kommende Gesprächssituationen mit dem Klienten vorbereitet zu sein.